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Közkedvelt Nagyszebenben a gulyás

2015-07-28 10:03

A hatodik Nagyszebeni Hungarikum Napok eseményeiről német hetilap is beszámolt, hangsúlyozva a fesztivál multi-etnikus jellegét. Úgy igaz, a magyar gulyást egyre többen kedvelik és, ha ezelőtt 6 évvel a nagyszebeni vendéglátó iparnak legtöbb 10%-nál lehetett gulyást megtalálni az étlepokon, örömmel tapasztaljuk, hogy 2015-ben legalább  50%-nál szerepel a kínálatban. A Hermannstaedter Zeitung-ban megjelent cikk alább olvasható.

„Wie lange brauchen Sie noch mit der Bewertung? Ich vergehe fast vor Hunger!" beklagte sich ein Besucher des Freilichtmuseums bei den neun Jurymitgliedern beim Gulasch-Kochwettbewerb am Samstag. Sein Hunger muss wirklich sehr groß gewesen sein, dass er sich auf die Suche nach der Jury gemacht hatte. Die Jury hatte nämlich laut Organisatoren außer Sichtweite des Publikums im Schatten einer Sägemühle an einem langen Tisch Platz genommen, um die 18 Kostproben zu begutachten.

Der Gulasch-Kochwettbewerb stellt schon seit sechs Jahren den kulinarischen Höhepunkt der drei Hungarikum-Tage dar, die der ungarischen Kultur im Besonderen und der siebenbürgischen Kultur im Allgemeinen gewidmet sind. Das Publikum kam erst zum Zuge, nachdem alle Jurymitglieder ihr Votum abgegeben hatten. Bis zu diesem Zeitpunkt durften sie den 18 Teams, die sich der Herausforderung gestellt hatten, beim eifrigen Kochen zusehen. Verständlicherweise war das gar nicht so leicht, denn von allen Kochstellen – der Gulasch musste fachgerecht in einem Kessel über einem Holzfeuer zubereitet werden – stiegen anheimelnde Düfte in den sonnenverwöhnten Himmel über dem Bauernmarkt und ließen jedem das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Man konnte natürlich auch einigen Tanzgruppen auf der kleinen Holzbühne zusehen oder die Stände des Handwerker-Marktes besuchen. Doch wer zu lange dort verweilte, ging schließlich leer aus. Die Gulasch-Kessel wurden nämlich regelrecht gestürmt und im Nu waren sie leer. In der Zwischenzeit hatte die Jury die Punkte zusammengerechnet und die Gewinner der drei Kategorien bestimmt. In der Kategorie Profis ging das Team „Wise Interact" aus Syekler-Neumarkt als Sieger hervor. Hauptorganisator Levente Serfözö vom Ungarischen Kulturverein HID überreichte den vier glücklichen Gewinnern als Preis einen Riesenholzlöffel und ein Set Holzschüsseln. In der Kategorie Amateure gab es eine Riesenüberraschung: auf dem ersten Platz landete das Team um den Generaldirektor des Astra-Museums Ștefan Ciprian Anghel. Dieser hatte offensichtlich nicht damit gerechnet,  so sehr freute er sich über den Erfolg. Natürlich gab es von einigen Besuchern Kommentare zu hören, er hätte nicht an dem Wettbewerb teilnehmen dürfen. Aber nach einer guten Portion Gulasch und einem guten Trunk herrschte dann schließlich bei allen „Friede Freude Eierkuchen". Auf Platz zwei kam das Team von der Kulturdirektion des Kreises Hermannstadt. In der Kategorie Kinder wurden beide Teams preisgekrönt.

Nach diesem Kochwettbewerb kann man die Teilnehmer in zwei Kategorien einteilen: die einen machen aus Spaß am gemeinschaftlichen Kochen mit und freuen sich, wenn es den Besuchern schmeckt, die anderen wollen unbedingt gewinnen. Es wurde gemunkelt, einer dieser „Verbissenen" habe aus lauter Eifer vergessen, den Gulasch zu salzen…

Beatrice UNGAR

Forrás: Hermannstaedter Zeitung

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Die Gruppe „Wise Interact" aus Szekler-Neumarkt (Târgu Secuiesc) erhielt von der Jury den ersten Preis für den besten Gulasch in der Kategorie Profis.

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